SINGAPUR

An einem Sonntag kamen wir in Singapur an. Vom Changi-Flughafen ging es mit einem Schnellzug in die Innenstadt. Sofort hat uns die gute Organisation auf dem Flughafen,  z.B. Kauf einer SIM-Karte oder Tageskarten des öffentlichen Nahverkehrs beeindruckt. Unser Hotel lag zentral in der Innenstadt in der Nähe der „City-Hall-Station“ und unser Zimmer bot einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Zum Frühstück sind wir stets ausgegangen. Überall gibt es kleine Coffee-Shops, die süße und salzige Leckereien und einen sehr guten Kaffee anbieten.
Am nächsten Tag besuchten wir Chinatown und einige der vielen Tempel dort, so den hinduistischen Skri-Mariamman-Tempel und den Buddha-Tooth-Relic-Tempel. In beiden fanden religiöse Zeremonien statt, was einen lebendigen und für uns besonderen Eindruck vermittelte. Auf dem Dach des buddhistischen Tempels befindet sich ein Garten mit Orchideen und eine mehrere Meter hohe Gebetsmühle, an der auch gebetet wurde. Ein ruhiger, meditativer Ort. Ein Stockwerk darunter ist die Reliquie eines Zahns Buddhas zu sehen und ein interessantes Museum mit Artefakten aus der Entstehungszeit des Tempels.
Zu Fuß ging es zurück durch Raffels Place, im Zentrum des Finanzzentrums von Singapur. Das Raffels Hotel ist der Geburtsort des legendären Singapore Sling, eines fruchtig-aromatischen Cocktails, den wir uns an der Long Bar des Hotels natürlich auch nicht entgehen ließen.
Überrraschenderweise zeigt die Stadt neben den vielen beeindruckenden Hochhäusern immer wieder ältere Architektur, so kleine Tempel oder erhalten gebliebene Straßenzüge. Zu unserer großen Freude fanden wir dort auch einen Pub, und zwar  „Molly Malone's“, wo natürlich ein Guinness ( ca. 10€) getrunken wurde.
Die Marina Bay war unser Ziel am darauffolgenden Tag. Im Merlion-Park, wo man einen hervorragenden Blick auf den faszinierenden Hotelkomplex von Marina Bay Sands mit dem Art Science Museum hat, steht die Merlion-Statue, eines der populärsten Wahrzeichen Singapurs. Diese Staue ist eine Mischung aus Löwe und Meerjungfrau und sprüht Wasser in großem Strahl hinaus in die Bucht.
Von dort aus ging es die Esplanade Mall entlang zum „Singapore Flyer“, dem mit 165 Metern größten Riesenrad der Welt. Es bietet eine unglaubliche Sicht über Singapur und damit natürlich auch die Möglichkeit phantastischer Fotoaufnahmen. Aber auch die Fahrt selbst auf dieser riesigen Maschine, die sich wie in Zeitlupe bewegt, war ein beeindruckendes Erlebnis und übertrifft das London Eye noch um vieles.
Über die Helix-Brücke, eine Edelstahl-Brücke, deren Konstruktion der menschlichen DNA nachempfunden ist, erreicht man Marina Bay Sands Hotel. Es ist ein absolutes Muss, mit dem Aufzug zum „Cé La Vi“- Restaurant hochzufahren, dort zu sitzen, die Aussicht zu genießen und ein köstliches, kühles Bier zu trinken. Der gleich anschließende langgestreckte Pool dort oben auf dem Dach dieses spektakulären Bauwerks ist leider den Hotelgästen vorbehalten. An diesem Tag waren wir auch noch in dem unglaublichen Einkaufszentrum des „Raffels“ mit den vielfältigsten Essens- und Shoppingangeboten und einem sehr guten Weinladen, wo wir Riesling von der Mosel hätten kaufen können. Ein Konsumtempel zum Reinsetzen und Wohlfühlen. Aber davon gibt es etliche in Singapur, was wir in der Orchard Road bewundern durften.
Am nächsten Tag verbrachten wir unsere Zeit zuerst in Little India. Auf der Fahrt dorthin stellten wir fest, dass unsere Tageskarte abgelaufen war. Genügend Kleingeld für die preiswerte Busfahrt hatten wir nicht. Dies war aber kein Problem, weil ein netter Mitreisender einsprang und uns das fehlende Geld schenkte. Little India ist wirklich little, quillt aber dennoch über von indischen Gerüchen und Farben. Es ist mit seiner besonderen Atmosphäre einen Besuch wert.  
Den Abschluss bildete ein Besuch der St. Andrew’s Cathedral und der in der Nähe liegenden Gebäude wie der National Gallery und des Parlaments.
Per Nachtflug ging es dann zurück über Frankfurt nach Sevilla, wo wir ja hergekommen waren.
Die bleibenden Eindrücke waren sicher Erlebnisse mit Natur, Archtektur und Kunst. Aber die Begegnungen mit Menschen werden uns an erster Stelle in Erinnerung bleiben. Deshalb würden wir nie eine organisierte Gruppenreise machen.

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