Spätzle II

Kategorie: Gattung: Teigwaren

Anzahl: 4 Portionen

375
2

0,13
1
g


Liter
Essl.
Mehl
Eier
Salz
Wasser; oder mehr
Öl; oder Butter

Zubereitung:
Das Mehl, die Eier und etwas Salz am besten mit einem Rührgerät zu
einem Teig verarbeiten, Wasser zugiessen (Menge richtet sich nach
der Grösse der Eier) oder stattdessen je nach Weltanschauung weitere
Eier zugeben und weiterrühren und schlagen, bis der Teig Blasen
wirft, dann auch noch das Fett unterrühren. Anmerkung: Der Teig muss
so zäh sein, dass er nicht mehr vom Knethaken oder Rührlöffel
fliesst. Ist er zu flüssig, noch etwas Mehl zugeben, ist er zu fest
(das Rührgerät bleibt stehen oder die Kräfte gehen beim Handrühren
selbst bei kräftigen Hausfrauen zu Ende), noch etwas Wasser oder ein
weiteres Ei zugeben.

In einem grossen Topf Salzwasser mit einem Schuss Öl zum Kochen
bringen. Ein Holzbrettchen mit Griff mit kaltem Wasser anfeuchten.
Eine kleine Portion Teig auf das Brett geben und mit einem nassen
langen und glatten Messer oder Spätzleschaber schmale Teigstreifen
in das KOCHENDE Wasser schaben. Das Messer zwischendurch immer
wieder nass machen, damit der Teig nicht daran kleben bleibt. Die
Spätzle SOFORT mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen, sobald
sie an die Oberfläche kommen (und das ist bereits nach wenigen
Sekunden der Fall). Je zügiger man arbeitet, desto körniger sind die
Spätzle hinterher. Die fertigen Spätzle entweder gleich unter
heissen Wasser abbrausen oder kurz in einem Topf mit heissem (nicht
kochendem) Wasser schwenken. Dann gut abtropfen lassen und auf einer
vorgewärmten Platte warmstellen.

Das Spätzleschaben vom Brett ist eine Kunst, die früher von der
Mutter auf die Töchter vererbt wurde. Der gute Brauch ist leider
fast ausgestorben. Weil aber die Schwaben trotzdem nicht auf ihre
Spätzle verzichten können, hat man sich im Laufe der Jahre ein
ganzes Arsenal von Spätzlemaschinen ausgedacht. Auch die mit der
Maschine gemachten Spätzle sind immer noch zigmal besser als die
fertig gekauften!

Die Augsburger und Allgäür Version heissen übrigens Knöpfle. Ob
Spätzle oder Knöpfle besser schmecken - darüber wird man sich nie
einigen können. Der Teig ist jedenfalls identisch, wenn er auch für
Knöpfle etwas flüssiger sein muss. Er wird in ein Knöpflesieb (ein
Sieb mit grossen Löchern) gebracht und von dort in das kochende
Wasser gerührt. Der Teig fällt in Tropfen in das Wasser und
verfestigt sich dort zu kleinen Klümpchen.
* Quelle: Unvergessene Küche. Die schönsten Rezepte aus den
deutschen Landschaften. Essen & trinken, Sonderausgabe 1979
Abgetippt: Ulli Fetzer - 2:246/1401.62 - 23.05.94 ** From:
Ulli_Fetzer@p62.f1401.n246.z2.fido.sub.org Date: Mon, 23 May 1994
Newsgroups: fido.ger.kochen Erfasser: Ulli Datum: 10.06.1994
Stichworte: Teigware, Regional, P4

Stichworte: Länder, Zutaten, Deutschland, Regionen, P4, Teigwaren,
Regional

Stichworte: Mehlspeisen, Nudeln


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